59. Tag La Rochelle - Saint-Palais-sur-Mer 60km

Die Geschichte des heutigen Tages kann gut in 2 Akten erzählt werden.

1. Akt: Wasser-Nebel-Austern-Brücken-Verkehr!

2. Akt: Velodysse-Pinienwald-Wanderdüne-Traumstrände 

Nachdem wir auf gut signalisierten Radwegen durch La Rochelle zur Anlegestelle des Schiffes nach Boyardville auf  der Île d'Oléron (zweitgrösste Insel Frankreich hinter Korsika) gefahren waren, bestiegen wir ein Schiff der Inter-Îles und fuhren ins Meer hinaus.

Und dann kam plötzlich der Nebel und er begleitete uns den ganzen Morgen und er war lange stärker als die Sonne, die sich immer wieder versuchte durchzusetzen, doch sie schaffte es erst gegen 15 Uhr.


In dieser Gegend werden überall Austern gezüchtet, kleine und grössere Unternehmen müssen sich hier den Kuchen teilen. Wir sahen ganz viele kleine Betriebe und wussten manchmal nicht, ob da überhaupt noch gearbeitet wird. Irgendwie ein "dreckiges" Geschäft, überall eine Unordnung, überall liegen Altlasten herum-könnte das der Grund sein, dass wir Austern nicht gerne essen!

Der Verkehr auf der Insel Oléron war enorm, obwohl die Hauptstrasse am Ende der Insel eine Sackgasse bildet, fuhren uns auf der grossen Brücke zurück auf den Kontinent wieder die motorisierten Gefährte um die Ohren. Die Fahrten über die beiden gigantischen Brücken waren  berauschend, vor allem die Aussicht von der Brücke auf den Fluss "La Seudre" mit den Austernbänken war hervorragend.


Die 30 Kilometer am Nachmittag einfach ein Traum. Alles in einem wunderschönen Pinienwald-und erst noch ein schön feiner Belag.

Im 8000 Ha grossen Pinienwald hat es zudem über 50 parallel verlaufende Trails für Biker, die am Schluss noch auf eine grosse Wanderdüne führen.


Der Weg führt am 65m hohen Phare de la Coubre (oberster Teil im Nebel) vorbei hin zu einem weiteren grandiosen Strand.

Am Strand von Palmyre führt eine breite Promenade für Fussgänger und Velofahrer direkt am Pinienwald entlang (ohne Überbauungen!) zu diesem sagenhaften Strand (Club Med direkt dahinter!).