23. Tag Middelburg - Oostende 70km

Nach einer kurzen Anfahrtsstrecke bestiegen wir in Vlissingen eine Fähre nur für Fussgänger und Fahrradfahrer und überquerten die Westerstede (südlichster niederländische Meeresarm). Danach radelten wir durch die herrliche Dünenlandschaft entlang der Nordsee. Zur rechten die weiten und flachen Strände mit einigen Beachbars und Caffees und zur linken die vielen Campingparks(riesige Bungalowsiedlungen mit allem drum und dran) für die Feriengäste. 

Mitten in einem Naturschutzgebiet überquerten wir die grüne Grenze nach Belgien.

"Kann es sein, dass die Fahrradwege plötzlich nicht mehr so gut sind?, fragten wir uns -und Wegweiser haben wir auch schon lange nicht mehr gesehen!" Wir fuhren in Knokke- Heist ein und staunten nicht schlecht als wir am Dorfrand einige Villen mit wunderbar gepflegten Gärten sahen. Wir bogen auf die Strandpromenade ein und befanden uns sofort in einer anderen Welt. Eine Strandpromenade vom feinsten wird von 8 bis 10- stöckigen Stadthäusern gesäumt. Edle Geschäfte im Parterre preisen noble Kleider und teuren Schmuck an. Und die Promenade, an der wir auf der rechten Seite unzählige Beachclubs sahen, ist nicht nur ein paar hundert Meter lang, sondern acht Kilometer. Und weil das Wetter nicht gerade zum Bade einlud, genossen tausende Feriengäste das Flanieren auf dieser pompösen Strandmeile und in der Innenstadt.

 

Idylle am niederländischen Nordseeufer

Feriensiedlung für Familien


Knokke-Heist 

Nobler Wochenendzufluchtsort für betuchte Leute aus dem In-und nahen Ausland

Porsche-Dichte sehr hoch in Knokke-Heist

(5 Porsches pro Are (100 Quadratmeter)

Leider Realität heute-belgischer, holpriger Radweg direkt neben der Hauptstrasse

Eigentlich wurden wir von unserer Tochter Silvana vorgewarnt, dass es am Strand in Belgien nur hohe Häuserblocks (Hotels und Appartements) hat und dass das alles nicht so schön aussieht, trotz des breiten Strandes. In Knokke-Heist haben wir am Anfang noch gestaunt aber die Strandpromenade in Blankenberge hat alles noch übertroffen. Es war alles sehr eng, viele Leute auch auf dem Fahrradstreifen unterwegs, "Billig-Ramsch-Verkaufsstände" en masse, einfach Massentourismus pur!! Wir sagten uns, nichts wie raus und weiter nach Oostende, bekannt von früher als Endbahnhof der Autozüge ab Zürich.

 


Oostende (belgische Hafenstadt mit 70 000 Einwohnern)

Ein bisschen von allem:

Geschichte, moderne Kunst, Nostalgie