15. Tag Kaiserswerth - Wesel 60km

Heute genau vor 35 Jahren hat es mit Angelika und Peter begonnen-und es dauert immer noch-jetzt sind sie sogar unterwegs auf einer langen Reise mit dem Fahrrad. Jeden Tag ins Ungewisse losfahren, Natur pur spüren, Gesellschaft, Land und Leute erleben-dass ist das Spannende an der ganzen Sache. Bei jedem Wetter sechs bis acht Stunden auf dem Sattel sitzen und 60 - 80 Kilometer abstrampeln macht das Abenteuer noch reizvoller. Und da ist ja noch der Partner auf den man Rücksicht nehmen, mit dem man auskommen und diskutieren soll, - aber das ist nach 35 Jahren zusammensein meistens kein Problem. Wie geniessen die gemeinsame und intensive Zeit in voller Zügen.

Der Tag heute war sehr interessant. Er stand im Zeichen der Industrie und Wirtschaft. Am Morgen fuhren wir durch Duisburg, seines Zeichens grösster Binnenhafen der Welt, der an der Mündung der Ruhr in der Rhein liegt und Eingang ins Ruhrgebiet ist (grösster Ballungsraum in Europa). Der Rhein schlängelt sich der Nordsee entgegen, eingebettet in wunderbare und sehr abwechslungsreiche Landschaften. Weite Felder, Wälder und Altläufe des Rheins bilden den Lebensraum für viele Vögel und bunte Blumen. Dazwischen jedoch hat der Mensch im Banne der Industrialisierung riesige Industriekomplexe hingestellt. Was wir heute gesehen haben, hat uns gleichermassen beeindruckt wie geschockt. Gigantische Wärmekraftwerke (Kohle) wechseln ab mit riesigen Stahlwerken und Hafenanlagen.

Den Tag liessen wir im Hotel Duden am Rande von Wesel ausklingen. Ja sie liegen richtig, "der" Herr Duden, der die "Rechtschreibebibel" aufgeschrieben hat, ist hier aufgewachsen.

 

Kraftwerke soweit das Auge reicht

Wärmekraftwerk im Grossraum Duisburg