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85. Tag: Oristano, wechselhaft und Regen, 18°

Das Wetter ist einmal mehr sehr wechselhaft und regnerisch und wir bleiben zu Hause. Das heisst wir machen keine Exkursion, sondern gehen Einkaufen oder in der Stadt spazieren, wenn es gerade nicht regnet.

Es ist auch wieder einmal an der Zeit um Zöpfe zu backen und ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Und das kommt heraus, wenn man den Backofen noch nicht gut genug kennt. Nach einer Viertelstunde sieht er bereits so aus! Mal schauen, ob man ihn essen kann?

Eine andere spezielle Geschichte müssen wir auch noch erzählen. Italien und die Abfallentsorgung ist so eine Sache. Das System ist sehr ausgeklügelt und mega kompliziert. Jeder Haushalt verfügt über 5 verschiedenfarbige Plastikbehälter, die man für die rigorose Trennung des Haushaltmülls verwenden muss. Ein Plan an welchem Tag welcher Behälter vor das Haus gestellt werden muss, ist links zu sehen. In der dritten Spalte steht noch, welche Farbe der Plastiksack(beim Bioabfall kompostierbar!) haben muss, in den man den Abfall füllen muss. Selbstverständlich muss der „Sacchetto“ zugeknüpft sein.

Was genau in welchen Sack kommt, entnimmt man aus der Tabelle links.

Auf jeder Verpackung, wirklich auf jeder, steht, wie und wo man das Stück deponieren muss! Entweder im braunen, oder im schwarzen, oder im gelben, blauen, grünen Behälter. Apropos Deponieren!

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieses Super-Trenn-Systems gibt es auf dem Land viele illegale, kleine Deponien. Vor allem dort, wo man es nicht so gut sieht-etwa hinter Leitplanken, unter grossen Büschen, etc. . Wir als Velofahrer sehen praktisch jeden Müllhaufen an den Strassen. Für uns sehr unverständlich. Vielleicht sind die Menschen überfordert? Man braucht fast einen Bachelor, um alles zu verstehen und umzusetzen. Und wehe, wenn du einen Fehler machst. Dann gibt es eine Busse oder dein Müll wird nicht mitgenommen.