153. Tag Olhao Ria Formosa Naturwanderpfad

Auf dem Weg zum Umweltbildungszentrum von  Marim kamen wir an den zwei Markthallen vorbei, wo schon reges Treiben herrschte. In einer Halle werden Fische verkauft und in der anderen Fleisch, Früchte und Gemüse. Eine saubere Trennung, die wir so noch nie erlebten. Samstags werden vor den Hallen noch Kleider, Schuhe, Tücher und wohl unechte Markenartikel verkauft. Die Menschen treffen sich hier in den Restaurants zum Einkaufen und für ein Gespräch, die Stadt ist sehr belebt und uns extrem sympathisch! 

 

Nach einem Zickzack-Marsch durch das Industriequartier (Fischverarbeitung, Fischerhafen, Autogaragen) kamen wir endlich zum Umweltbildungszentrum.  Für Euro 2.80/Person bekam ich von einem netten Parkwächter zwei Eintritte, einen Plan des Parks und allgemeine Infos zum "Rai Formosa Naturpark", sogar auf Deutsch. Mit grosser Vorfreude auf Chamäleon, Krabbe, Purpurhuhn, Gezeitenmühle etc. ... schritten wir dem Eingang des Parks mit dem Naturwanderpfad entgegen.


Als wir die WC's im Haus "Gruppenunterkunft" aufsuchten, kam schon der erste Dämpfer! Alles alt und verlottert, bei den Männern das Fenster zerstört, 1 Pissoir von 3 in Ordnung-aber das Wichtigste war vorhanden! Wasser, Seife und Papier.

Nach dem Spaziergang durch den Park waren wir sehr enttäuscht! Der Park war so, wie das WC! Vieles alt und ungepflegt, alles sehr schlecht unterhalten, Schauobjekte baufällig oder zugemauert, zwei offiziell legale, illegale Eingänge am Ende des Gebiets, die wirklich gut übersetzten Infoblätter beschreiben alles genau, wie es sein sollte-aber fast nichts ist so-das konnten wir nicht richtig ernst nehmen! Vor allem noch als wir beim Verlassen des Parks Leute sahen, die nach einem kurzen Gespräch mit dem Wächter ohne Eintritt eintraten???

Sehr interessant waren die Gezeitenmühlen. Dieses Haus mit den Exponaten und den Erklärungstafeln ist in einem recht guten Zustand.


Blick über die Salzwiesen

 

Wir hielten später im Pinienwald (im Hintergrund) noch Ausschau nach einem Chamäleon, hatten aber kein Glück!