151. Tag Quarteira - Olhao 45km

Die heutige Etappe war sehr abwechslungsreich, interessant und wie sich später herausstellen sollte auch sehr gefährlich!

Zuerst mussten wir wieder einmal den Algarve-Radweg (ja, den gibt es wirklich!) suchen-die blauen Wegweiserpfeile auf gelbem Grund sind sehr klein und am Weg unscheinbar angebracht und die grossen Infotafeln sind schon alt und unleserlich! Irgendwann waren wir dann auf der richtigen Spur und fuhren durch ein Gebiet mit Golfplätzen und "überdimensionalen" Villen, wie wir es noch selten gesehen haben. Ein richtiger "Millionenhügel" mit einer dementsprechend breiten, doppelspurigen Zufahrtsstrasse direkt von der Autobahn.

Eine ganze Region, wo nur Villen, grosse Villen, megagrosse Villen stehen und ....

... Golfplätze und noble und breite Zufahrtsalleen sind!


Quinta do Lago heisst dieses Golf-Resort("eine in sich geschlossene Gemeinde"), das aus unzähligen Hotels, Ferienhäusern und vielem anderen besteht und für die oberen Zehntausend dieser Welt gedacht ist. Am Meer in der Lagune von Faro (Parque natural do Ria Formosa) hat man aber zum Glück noch etwas Platz für den "normalen" Bürger gelassen, damit er die wunderschöne Landschaft(Marschland mit Salzwiesen wie in einem Wattenmeer) zwischen den überbauten Hügeln und den vielen, teilweise besiedelten Sandbänken im Atlantik bei Spaziergängen geniessen kann. Auf Spazier-bzw. Velowegen fuhren wir durch dieses bezaubernde Gebiet, wo wir noch zwei Löffler beim Futtersuchen beobachten konnten. Der Weg führte uns zum Flughafen Faro, wo man über eine Brücke auf eine solche Sandbank (Ilha de Faro) gelangen kann.

Wir machten noch einen kleinen Abstecher an den Strand "Praia da Quinta do Lago". Über diesen Steg gelangten  wir auf die äusserste Sandbank der Lagune. (Blick zurück auf den Millionenhügel)

Praia da Quinta Lago, Blick in Richtung Westen, soweit das Auge reicht


Der schön angelegte Weg führt schnurgerade durch das Wasserlabyrith Richtung Flughafen und wird von vielen Spaziergängern und Radfahrern benützt. Schade ist einfach, dass im Minutentakt Flugzeuge landen und starten und die Luft sehr kerosingeschwängert ist.

Wir haben uns sagen lassen, dass man Faro nicht unbedingt sehen muss, deshalb umfuhren wir die Stadt auf dem Veloweg vorne herum und  sahen so von der Stadt nur den Hafen. (Im Bild ist der Veloweg den Bahngeleisen entlang!)


Auf unserem Weg heute kamen wir auf dem Veloweg an einer gespenstisch leeren, halb zerfallenen Fabrik mit viel herumliegenden Kleidern vorbei, kurz danach blieben wir hier stehen-schluckten kurz leer und kehrten dann um!

Kurz danach auf der stark befahrenen EN 125 überholte uns ein "Löli" im Kreisel und bog vor uns ab!! Gut, dass wir immer "unseren" Schutzheiligen Antonius dabeihaben.


Eine Stunde später haben wir ihn in Olhao, unserem heutigen Ziel, an einer Hauswand gesehen!