136. Tag Aljezur - Carrapateira 25km + 10km Klippenwanderung

Die Geschichte der 25km nach Carrapateira ist schnell erzählt. Eine gute Strasse führte uns durch hügeliges von Flusstälern durchzogenes, waldiges Gebiet. 

Nachdem wir unser Zimmer, heute wieder einmal B ohne B, bezogen hatten, machten wir uns sogleich auf die Wanderung an die Klippen. Im Naturpark Costa Vicentino, der sich an der Atlanikküste über eine Länge von 80km erstreckt, freuten wir uns auf diese etwa 10km lange Rundwanderung vom Dorf aus an die Klippen.


Wir marschierten durch ein grosses und gut bewachsenes Dünengebiet zum Ribeira da Bordeira, dem Fluss, der gerne ins Meer fliessen würde, aber nicht kann, weil eine riesige Sandbank (Sandstrand von Bordeira) ihm den Weg versperrt. Ein Traumstrand mit Salz-und Süsswasser an je einer Seite.

Auf einem breiten Holzsteg gelangten wir dann auf den Weg, der am Rand der Klippen entlang führte. Von diesem Weg aus konnte man über einige Holzstege zu Aussichtsplattformen gelangen, von wo man einen wunderbaren Blick über die spektakulären Felsformationen hatte.


Je nach Gesteinsart sehen die Klippen/Gesteinsformationen total anders aus. Das eher weiche sand-bzw. tonartige Gestein wird bei einem heftigen Schauer vom Regenwasser regelrecht ausgespült, so dass Furchen, kleine V-Täler auf der Oberfläche entstehen. Die Kante am Abgrund wird dann ebenfalls wegerodiert und die so anstehenden Klippen sind dann nicht so steil, wie bei hartem Gestein.

Bei der letzten Aussichtsplattform, wo noch Überreste eines maurischen Fischerdorfes  aus dem 10 Jhdt. zu sehen sind, kommen wir einmal mehr aus dem Staunen nicht mehr heraus. Weit hinten/unten sehen wir den "Praia do Amado", flankiert von grünen Hügelketten und verschieden farbigen Felsformationen. Wir sassen nur noch da und bewunderten einige Minuten still diese grandiose Landschaft.