133. Tag Hotel Enigma und Umgebung

Einerseits war es eine gute Entscheidung hier zu bleiben, weil es den ganzen Morgen geregnet hat, andererseits eine schlechte, weil uns das **** Hotel doch sehr enttäuscht hat. Hätten wir die  Bewertungen im Internet besser gelesen, wären wir sehr wahrscheinlich nicht hier gelandet. Es traf schon vieles zu, was Hotelgäste auch schon erlebt hatten. 

Es begann schon am Nachmittag, als wir das Türkische Bad benutzen wollten. Kein Licht, übler Geruch und der Boden unter Wasser! Es hatte keinen Ruheraum, nur zwei Liegen neben dem lauten Whirlpool, der dauernd lief. Ok, wir nahmen das zur Kenntnis und meldeten das dem jungen Mann an der Rezeption. Er wolle gerade den General Manager anrufen und das melden, gab er mir mit ein paar Englischen Brocken zu verstehen. Also freuten wir uns einfach auf das Buffet am Abend. Um 20.00 Uhr wollten wir das Buffet stürmen-es gab nicht viel zu stürmen, das Angebot war klein, nur etwa die Hälfte der auf der Menukarte stehenden Gerichte war im Angebot. Der junge Mann von der Rezeption, der nur sehr schlecht Englisch sprach und in allen Aktionen sehr unsicher war, musste auch noch den Kellner machen. Bei den Weinen wusste er nicht Bescheid, den Wein, den wir bestellen wollten, hatte er nicht-oder nicht gefunden! Schliesslich brachte er uns irgendeine Flasche, öffnete sie und schenkte den Wein in die Wassergläser ein. Die Frau, die auch noch im Speisesaal war, verstand gar nichts und wusste auch nie so recht, was sie jetzt machen sollte. Die Speisen, die wir in den Warmhaltebehältern vorfanden, waren sogar recht gut. Kurz gesagt, der Service war einfach eine Katastrophe-der junge Mann tat uns schon fast ein bisschen Leid. Das Frühstücksbuffet war reichhaltig und gut und die Frau im Service von gestern Abend war auch wieder da und räumte heute sogar Teller ab. Das stimmte uns zuversichtlich für den weiteren Verlauf unseres Aufenthaltes.

 

Nach dem Mittag hörte es auf zu regnen und wir konnten noch auf der schönen Terrasse die Aussicht und die Sonne geniessen.

Im Garten und in der Umgebung hat es viele Korkeichen. Wie man auf dem Bild sieht, wächst die Rinde wieder nach. Nach 25 Jahren ist ein Baum bereit für die erste Ernte, dann kann man alle 9 Jahre die Rinde abschälen.


In Portugal werden 35% der Weltproduktion von Korkrohstoff erzeugt. Man züchtet die Bäume in Plantagen.

Der Wald in diesem Gebiet (Alentejo, ärmstes und am dünnsten besiedelte Region Portugals) ist sehr vielfältig und grün. Die Eukalyptusbäume beherrschen aber immer noch die Wälder. Das ist sehr schlecht für das Ökosystem, weil die Eukalyptusbäume sehr viel Wasser brauchen und den Boden auslaugen.


Wir konnten also ein paar erholsame Stunden in der Sonne auf der Terrasse geniessen. Bis um 17.00 Uhr das Telefon im Zimmer klingelte und uns die Rezeptionistin klarmachte, dass heute Abend die Küche geschlossen bleibt. (Probleme mit dem Chef?!) Ein **** Hotel, das die Küche nicht aufmacht, obwohl wir Halbpension gebucht hatten! Wo gibt es denn sowas? Die nette junge Frau an der Rezeption, übrigens ganz alleine noch im Hotel, war so freundlich und machte uns Sandwiches, brachte uns einen Teller Chips und den restlichen Wein von gestern Abend. Ok, wir nehmen es mit Humor! Wie sieht es wohl Morgen mit dem Frühstück aus? Lassen wir uns überraschen!