56. Tag Givrand - La Tranche-sur-Mer 85km

Heute war ein traumhafter Tag von A bis Z, wäre da nicht der störende Gegenwind gewesen, der am Nachmittag ständig geweht hat-gut das ist Jammern auf hohem Niveau. Stahlblauer Himmel, bis 25° am Nachmittag und ein Velodysse-Weg, der uns durch die schönsten Gegenden der Region führte. Die Franzosen haben es hier im "Pays de la Loire" geschafft, die Natürlichkeit der Küstenlandschaft zu bewahren, die Dünen mit den Pinienwäldern durch klare Regeln zu schützen und die kleineren Ortschaften nicht zu "überbauen". Les Sables-d'Olonne mit rund 15000 Einwohnern macht da eine Ausnahme. Die Hafen-Fischer-und Badestadt im Département Vendée am Atlantik hat uns aber gut gefallen. Fussgängerzone, Hafen, weite Bucht mit sehr breitem Strand, neue Promenade mit viel Platz für Velofahrer und Fussgänger und wenig Platz für Autos- ein schöner Ort um ein feines, gut gefülltes Baguette zu geniessen. Der Weg führte uns dann weiter an den eher eintönigen Appartementhäusern vorbei, die wir großzügig übersehen! Wir genossen heute die Fahrt  am Atlantik entlang sehr, einen schöneren Ort um Fahrrad zu fahren können wir uns nicht vorstellen. 


PS Wir sind zwar nicht mehr in Afrika, aber wenn man so oft auf dem Rad unterwegs ist, macht man Bekanntschaft mit einigen "interessanten" Wildtieren. So sind schon viele kleine, herzige Häschen vor dem Fahrrad zick-zack gerannt um sich in Sicherheit zu bringen. Da war ein Frosch, der den Veloweg mit 4 Sprüngen überqueren konnte, also 1 Sprung weniger als das Eichhörnchen, das Angelika fast überfahren hätte. Nicht zu vergessen das Reh heute, das wie eine Rakete aus dem Gebüsch herausgeschossen kam und uns ziemlich erschreckte. Die Geschichte mit dem Elefantenungetüm kennen sie ja bereits.