Radtour den Küsten Westeuropas entlang

Wir genossen noch einmal das hervorragende Frühstücksbuffet und die unübertreffliche Aussicht vom 34. Stock des Hotels, bevor wir Abschied nehmen mussten. Das Taxi, ein grosser schwarzer Transporter mit dem Stern, wartete pünktlich um 10.00Uhr vor dem Hotel. Die beiden grossen Pakete hatten gerade knapp Platz in der noblem Karosse, die uns in ca. 20Minuten zum Flughafen brachte. Nach dem problemlosen Einchecken am Checkin-Schalter (Die beiden "Fahrradpakete" wurden sogar gratis mitgenommen)...
Heute war zuerst Veloverpacken angesagt! Ich wusste, dass Pedalen abschrauben nicht ganz so einfach geht, vor allem, wenn man nicht das richtige Werkzeug hat.
Wir hatten heute vor die Kathedrale und den mittelalterlichen Königspalast, Alcazar, zu besuchen. So zogen wir aus und marschierten Richtung Innenstadt. Schon beim Anmarsch hatten wir das Gefühl, dass viel mehr Touristen auf der Gasse sind als am Dienstag. Unser Gefühl täuschte uns nicht! Vor dem Eingang der Kathedrale standen die Menschen schon Schlange und viele andere strömten in Scharen herbei. Die lange Warterei wollten wir uns nicht antun und zogen deshalb unvermittelt weiter zum...
Blick auf das höchste Gebäude Andalusiens (Torre Cajasol) und das Gelände der Weltausstellung 1992
Es war bitter kalt heute Morgen, als wir zur letzten Etappe aufbrachen. Die Autoscheiben waren gefroren, die Temperatur musste also in der Nacht um den Gefrierpunkt gewesen sein. Wir waren und sind erstaunt, dass die Temperaturunterschiede Tag/Nacht im Winter hier unten im Süden so gross sein können. Am Morgen froren wir an die Hände bzw. an die Füsse und am Nachmittag schwitzten wir wieder und fuhren in kurzen Hosen und T-shirt.
Der heutige Tag war sehr abwechslungsreich und sehr interessant, vor allem El Rocio, unser heutiges Ziel hat uns sehr gefallen. Der Reihe nach: Zuerst mussten wir 28km einfach nur gerade aus fahren, Sonne immer im Gesicht und etwas Gegenwind, rechts und links von uns hohe Zäune, die den Nationalpark "Coto de Donana" abgrenzen. In Matalascanas, einer 1970 errichteten, riesigen Feriensiedlung mit einer 4km langen Promenade und einigen Bauruinen, verabschiedeten wir mit einem weinenden Auge das...
Gegensätzlicher als das, was wir heute gesehen haben, kann Erlebtes nicht sein! Zuerst fuhren wir von El Portil bis fast nach Huelva auf einem separaten, grünen Veloweg durch Pinienwald. Der Weg führte uns eine Zeit lang leider direkt neben der Autobahn um den Naturpark (Marschland) des Rio Odiel, dann mitten durch das Marschland und schliesslich auf einem separaten Streifen über die Brücke "Santa Eulalia" direkt zum Hafen von Huelva. Das erste, was wir von Huelva sahen, waren alte...
Wir wollten heute eine Stadt besichtigen, die am Ende einer Landzunge, zwischen dem Atlantik und dem Mündungsdelta von Odiel und Rio Tinte, liegt. Punta Umbria hat ca. 15 000 Einwohner und wird vom Fischfang und vom Tourismus geprägt. Wir sahen viele, im Moment, unbewohnte Häuser und Appartementwohnungen, einen "Riesen"-Hotelkomplex mit extra Einkaufsstrasse, sowie auch viele ältere Bauten aus den 70er Jahren. Es ist also nicht verwunderlich, wenn hier in der Hochsaison 70 000 Menschen...
Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter! Das stationäre Hoch beschert uns jeden Tag wunderbar schönes wolkenloses Wetter. Seit wir die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt haben (Portugal hat eine Stunde früher als seine Nachbarn), ist es am Morgen erst um 08.30 so richtig hell und warm wird es trotz der Sonne erst so um 12.00 Uhr. Der Winter macht sich also auch hier etwas bemerkbar (Sonnenstand ist tief und die Schatten dementsprechend lang), deshalb ziehen wir jetzt auch lange Hosen...
Wir machten uns heute auf den Weg um im Pinienwald der Küste entlang Chamäleons zu finden.

Mehr anzeigen